GOZ

0510

Zuschlag bei nichtstationärer Durchführung von zahnärztlich-chirurgischen Leistungen, die mit Punktzahlen von 500 bis 799 Punkten bewertet sind

Punktzahl
1,0
2,3
3,5
750
42,18 €
Abrechenbar:
je Behandlungstag
Leistungsinhalt:
  • Abgeltung der Kosten für die Aufbereitung wiederverwendbarer Operationsmaterialien bzw. -geräte
  • Abgeltung der Kosten von OP-Materialien die mit der einmaligen Verwendung verbraucht sind
  • Der Operationszuschlag zu einer GOZ Position (nach den Nummern 3040, 3045, 3120, 3140, 3160, 3200, 3240, 3260, 3270, 9020, 9140, 9150 und 9170) kann nur einmal am Tag berechnet werden, wenn es sich um eine ambulante Behandlung handelt.
  • Der OP-Zuschlag wird entsprechend der höchsten Punktzahl der entsprechenden chirurgischen GOZ-Gebühr ausgewählt.
  • Liegt eine GOÄ-Position vor und ist deren Punktzahl höher, wird der entsprechende GOÄ OP-Zuschlag gewählt.
  • GOZ OP-Zuschlag und GOÄ OP-Zuschlag dürfen an einem Behandlungstag nicht zusammen berechnet werden.
  • Pro Behandlungstag ist immer nur einmal der höchste GOZ/GOÄ Zuschlag zu wählen, auch wenn mehrere zeitlich getrennte Sitzungen stattfinden.
  • Der OP-Zuschlag darf nicht gesteigert werden und wird mit einfachen Faktor berechnet.
  • Atraumatisches Nahtmaterial, Knochenersatzmaterialien sowie Materialien zur Förderung der Blutgerinnung oder der Geweberegeneration (z. B. Membranen)  oder einmal verwendbare Explantationsfräsen können zusätzlich zum OP-Zuschlag als Materialkosten berechnet werden.
Abrechnungsbestimmungen:

Der Zuschlag nach der Nummer 0510 ist je Behandlungstag nur einmal berechnungsfähig. Der Zuschlag nach der Nummer 0510 ist neben den Zuschlägen nach den Nummern 0500, 0520 und/oder 0530 nicht berechnungsfähig.

  1. Die Zuschläge für bestimmte zahnärztlich-chirurgische Leistungen dienen dem Ausgleich für die entstehenden Kosten bei ambulanten Eingriffen in der zahnärztlichen Praxis. Sie dienen u. a. zur Abgeltung der Kosten für die Aufbereitung wiederverwendbarer Operationsmaterialien bzw. – geräte sowie von Materialien, die mit der einmaligen Verwendung verbraucht, aber nicht gesondert berechnungsfähig sind. Die Zuschläge sind nur für die ausdrücklich genannten Leistungen ansatzfähig. Die Höhe bemisst sich nach dem Umfang des Eingriffs und ist abhängig von der jeweiligen Punktzahl, die der chirurgischen Leistung zugrunde liegt. Bei der Rechnungsstellung muss der Zuschlag direkt der chirurgischen Leistungsposition folgen, auf die er sich bezieht.
  2. Bei Erbringung mehrerer operativer Leistungen in einer Sitzung ist ein Aufsummieren mehrerer Zuschläge nicht möglich. Grundlage für den Ansatz eines Zuschlages ist diejenige Operationsleistung, die mit der höchsten Punktzahl belegt ist. Ein Operationszuschlag ist nur einmal je Behandlungstag berechenbar.
  3. Der Operationszuschlag ist immer nur mit dem einfachen Gebührensatz berechnungsfähig, es sei denn, der Zuschlag wird nach § 2 Abs. 1 GOZ frei vereinbart. Die betreffende Zuschlagposition aus dem Abschnitt L der GOZ kann an demselben Behandlungstag nicht zusammen mit einer Zuschlagposition aus der GOÄ berechnet werden. Wird ein Patient an demselben Tag wegen derselben Erkrankung stationär behandelt, ist für die ambulante Behandlung kein Zuschlag ansetzbar. Dies gilt jedoch nicht, wenn die stationäre Behandlung unvorhersehbar war und aufgrund von späteren Komplikationen anschließend stattfand. In diesem Fall besteht eine Begründungspflicht.
  4. Den Operationszuschlag nach der Nummer 0510 können die Leistungen nach den Nummern 3040, 3045, 3120, 3140, 3160, 3200, 3240, 3260, 3270, 9020, 9140, 9150 und 9170 erhalten.