GOZ

2160

Einlagefüllung, zweiflächig

Punktzahl
1,0
2,3
3,5
1356
76,26 €
175,41 €
266,93 €
Abrechenbar:
je Kavität
Leistungsinhalt:
  • Präparation einer zweiflächigen Kavität zur Aufnahme einer zweiflächigen Einlagefüllung (z. B. Inlay)
  • Farbbestimmungen
  • einfache Relationsbestimmung
  • Abformungen ggf. einschl. des Gegenkiefers
  • Einproben
  • provisorisches Eingliedern
  • Reinigen des präparierten Zahnes
  • festes Einzementieren
  • Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion, ggf. der approximalen Kontaktflächen
  • Nachkontrolle im zeitlichen Zusammenhang und Korrekturen
  • Diese Gebühr beschreibt die Präparation und Eingliederung einer zweiflächigen Einlagefüllung, sogenannten Inlays in direkter oder indirekter Herstellung.
  • Die Versorgung von Kavitätenunterschnitten kann nicht zusätzlich berechnet werden und ist Teil der Leistung.
  • Materialkosten für die Abformungen und Laborkosten gemäß § 9 GOZ können zusätzlich berechnet werden.
  • Provisorische Versorgungen können nach der GOZ 2260 oder 2270 berechnet werden.
  • Die Berechnung eines temporären speicheldichten Verschluss einer Kavität nach GOZ 2020 ist nicht zusätzlich möglich.
  • Zur diagnostischen oder prognostischen Abklärung kann in einer vorangehender Sitzung der Zahn zusätzlich mit einer plastischen Füllung versorgt werden.
  • Teilleistung, wenn das Inlay bereits fertiggestellt wurde aber aus objektiven Gründen auf Dauer unmöglich war einzugliedern oder eine Fortsetzung aus medizinischen
    Gründen nicht indiziert war, können gemäß § 6 GOZ analog berechnet werden. Material- und Laborkosten können in vollen Umfang berechnet werden.
  • Die Berechnung einer Aufbaufüllung nach GOZ 2180, oder eines gegossene Stiftaufbaus nach GOZ 2190, oder Schrauben, Pins sowie Glasfaserstifte nach GOZ 2195 ist nicht zusätzlich möglich.
  • Goldhämmerfüllungen sind nicht berechenbar sondern gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog zu berechnen.
  • Anwendung von Kariesdetektor oder Kariesdiagnostik mit Laserfluoreszenz kann zusätzlich gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden.
Abrechnungsbestimmungen:
  1. Durch die Leistungen nach den Nummern 2150 bis 2170 und 2200 bis 2220 sind folgende zahnärztliche Leistungen abgegolten: Präparieren des Zahnes oder Implantats, Relationsbestimmung, Abformungen, Einproben, provisorisches Eingliedern, festes Einfügen der Einlagefüllung oder der Krone oder der Teilkrone oder des Veneers, Nachkontrolle und Korrekturen.
  2. Die Leistungen nach den Nummern 2180, 2190 oder 2195 sind neben den Leistungen nach den Nummern 2150 bis 2170 nicht berechnungsfähig.
Nicht zusätzlich abrechenbar:

  1. Die Leistung beinhaltet die Präparation einer zweiflächigen Kavität zur Aufnahme einer zweiflächigen Einlagefüllung, ggf. Farbbestimmung, ggf. eine einfache Relationsbestimmung, Abformungen ggf. einschl. des Gegenkiefers, Einproben, provisorisches Eingliedern, Reinigen des präparierten Zahnes, festes Einzementieren, Kontrolle und Adjustierung der statischen und dynamischen Okklusion, ggf. der approximalen Kontaktflächen sowie die Nachkontrolle im zeitlichen Zusammenhang und Korrekturen.
  2. Die Leistung nach dieser Nummer wird für direkt oder indirekt hergestellte Inlays in Ansatz gebracht. Material- und Laborkosten sind gesondert berechenbar.
  3. Die provisorische Versorgung der präparierten Kavität ist gesondert berechnungsfähig (Nummer 2260 bzw. 2270).
  4. Die Versorgung von Kavitätenunterschnitten bei Inlays ist Bestandteil der Kavitätenpräparation der Einlagefüllung.
  5. Die Versorgung des Zahnes in vorangehender Sitzung mit plastischen Material z. B. zur diagnostischen oder prognostischen Abklärung ist nach den Nummern 2050 ff. separat zu berechnen.

Schnittstelle GOZ BEMA

  1. Eine Leistung nach der Nr. 2160 GOZ ist mit Versicherten der GKV im Rahmen der Mehrkostenregelung gem. § 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V vereinbarungsfähig.
  2. Die Leistung kann für alle indirekt extraoral gefertigten Einlagefüllungen vereinbart werden, unabhängig vom Material (Keramik, Metall, Edelmetall, Kunststoff), auch bei CAD/CAM-Verfahren.
  3. Goldhämmerfüllungen sind gem. § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen.
  4. Konservierend-chirurgische Begleitleistungen können nur dann als BEMA-Leistungen abgerechnet werden, wenn sie auch bei Erbringung der Sachleistung notwendig gewesen wären.
  5. Die Nr. 2197 GOZ ist zusätzlich für eine adhäsive Befestigung berechnungsfähig.
  6. Eine provisorische Versorgung ist nach den Nrn. 2260 oder 2270 GOZ vereinbarungsfähig.

Beschluss Nr. 41:

  1. Teilleistungen bei der Anfertigung von Stiftaufbauten oder Einlagefüllungen (Kapitel C.) sind gemäß den Leistungsinhalten und den Abrechnungsbestimmungen der GOZ-Nrn. 2230 oder 2240 analog
    berechnungsfähig. Die angefallenen Materialund Laborkosten sind ebenfalls berechnungsfähig.
  2. Voraussetzung für die Anwendung dieses Beschlusses ist, dass es dem Zahnarzt objektiv auf Dauer unmöglich war, die Behandlung fortzusetzen oder eine Fortsetzung aus medizinischen Gründen nicht indiziert war.