GOZ

2060

Präparieren einer Kavität und Restauration mit Kompositmaterialien, in Adhäsivtechnik (Konditionieren), einflächig, ggf. einschließlich Mehrschichttechnik, einschließlich Polieren, ggf. einschließlich Verwendung von Inserts

Punktzahl
1,0
2,3
3,5
527
29,64 €
68,17 €
103,74 €
Abrechenbar:
je Kavität
Leistungsinhalt:
  • Präparieren einer Kavität, einflächig
  • Restauration mit Kompositmaterialien, in Adhäsivtechnik (Konditionieren)
  • einschließlich Mehrschichttechnik
  • einschließlich Polieren
  • einschließlich Verwendung von Inserts
  • Ausarbeitung auf der Kaufläche bzw. der Oberfläche und ggf. an den approximalen Kontaktflächen
  • Okklusionskontrolle
  • alle Materialkosten für Kompositfüllung und Material für Inserts
  • Diese Gebühr beschreibt eine Präparation und Restauration einer einflächigen Füllung mit Kompositmaterialien, in Adhäsivtechnik (Konditionieren) je Kavität als Dentin-adhäsive Befestigung.
  • Formgebungshilfen wie Matrizen und anderer Hilfsmittel zur Formung der Füllung oder die Ausarbeitung der Füllung, können nach GOZ 2030 zusätzlich berechnet werden.
  • Diese Leistungsgebühr kann nicht in der gleichen Präparationssitzung zur Herstellung von Zahnersatz berechnet werden.
  • Aufbaufüllungen innerhalb der Präparationssitzung sind nach der GOZ 2180 zu berechnen.
  • Mehrschichtiger Aufbau verlorengegangener Zahnhartsubstanz mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik einschließlich Lichthärtung als Vorbereitung zur Aufnahme einer Krone wird gemäß § 6 Abs. 1 GOZ als Analogleistung berechnet.
  • Dentinflächenentkeimung und -Konditionierung mittels Laser kann zusätzlich gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden.
  • Reposition eines dislozierten Zahnfragments mittels Adhäsivtechnik kann zusätzlich gemäß § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden.
  • Die Entfernung alter parapulpärer Stifte während der Präparation kann Analog gemäß § 6 Abs. 1 GOZ zusätzlich abgerechnet werden.
  • Die zusätzliche Berechnung der adhäsive Befestigung als selbständige Leistung nach GOZ 2197 ist umstritten, wird aber explizit nicht ausgeschlossen.

  1. Die Nummer 2060 gilt für alle einflächigen Kavitäten, die in adhäsiver Restaurationstechnik mit Kompositmaterialien sowohl an Front- als auch an Seitenzähnen versorgt werden. Die Leistung wird je Kavität, also bei getrennten Kavitäten ggf. auch mehrfach je Zahn berechnet.
  2. Maßnahmen zur Konditionierung und adhäsiven Verankerung der Restauration sind mit der Gebühr abgegolten. Dies gilt sowohl für die Schmelzkonditionierung als auch für die kombinierte Schmelzdentinkonditionierung. Zusätzlich verwendete konfektionierte Füllkörper (Inserts) als Teil der Restauration sind Bestandteil der Leistung.
  3. Die Leistung kann in Ein- oder Mehrschichttechnik erbracht werden.
  4. Die Politur in derselben Sitzung ist Bestandteil der Leistung. Für die Politur älterer Restaurationen zur Beseitigung von Gebrauchsspuren kann die Gebührennummer 2130 GOZ berechnet werden.
  5. Die Kosten des Restaurationsmaterials, ggf. auch für Inserts, sind mit der Gebühr abgegolten.
  6. Das ggf. erforderliche Anlegen einer Formgebungshilfe ist im Verordnungstext nicht beschrieben und ist zum Beispiel unter der Nr. 2030 GOZ zusätzlich berechnungsfähig.
  7. Die Ausarbeitung auf der Kaufläche bzw. der Oberfläche und ggf. an den approximalen Kontaktflächen sowie die Okklusionskontrolle sind Bestandteil der Leistung.
  8. Neben der Präparation eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone oder eines Brücken- oder Prothesenankers sind Leistungen nach den Nummern 2050ff. nicht berechnungsfähig.
  9. Kavitätenversorgungen/Aufbaufüllungen innerhalb der Präparationssitzung sind nach der Nummer 2180 zu berechnen. Wird der Leistungsinhalt der Nummern 2050 ff. an Zähnen erfüllt, die zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Krone, Brücke oder Prothesenanker versorgt werden sollen, sind diese nach den entsprechenden Nummern zu berechnen.

Schnittstelle GOZ 01.06.2015

  1. Eine Leistung nach der Nr. 2060 GOZ ist mit Versicherten der GKV im Rahmen der Mehrkostenregelung nach § 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V vereinbarungsfähig.
  2. Bei der Kompositrestauration in Adhäsivtechnik handelt es sich um eine über die ausreichende und zweckmäßige Versorgung in der GKV hinausgehende Therapie, für die eine Mehrkostenvereinbarung nach § 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V getroffen werden kann.
  3. Der Austausch intakter Füllungen gehört nicht zu den Leistungen der vertragszahnärztlichen Versorgung und ist deshalb gem. § 2 Abs. 3 GOZ zu vereinbaren. Auch die Behandlung von Schmelzveränderungen ist, bei ästhetischer Indikation, gem. § 2 Abs. 3 GOZ, bei zahnmedizinischer Notwendigkeit gem. § 6 Abs. 1 GOZ zu vereinbaren.
  4. Eine apikale Füllung ist neben der Nr. 54a – c BEMA gem. § 6 Abs. 1 GOZ zu vereinbaren; eine Mehrkostenvereinbarung gem. § 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V ist hierfür nicht möglich.
  5. Die Nr. 2030 GOZ ist für die Anwendung von Formgebungshilfen zusätzlich vereinbarungsfähig.
  6. Die Leistung nach der Nr. 2060 GOZ wird je Kavität, also bei getrennten Kavitäten ggf. auch mehrfach je Zahn berechnet.
  7. Maßnahmen zur Konditionierung und adhäsiven Verankerung der Resteraution sind mit der Gebühr abgegolten. Dies gilt sowohl für die Schmelzkonditionierung als auch für die kombinierte Schmelz-Dentinkonditionierung.
  8. Vor dem Hintergrund der jüngeren Rechtsprechung zu der Frage der Berechnungsfähigkeit der Nr. 2197 GOZ neben den Nrn. 2060, 2080, 2100 und 2120 GOZ wird auf den GOZ-Kommentar der Bundeszahnärztekammer verwiesen.