GOZ

0110

Zuschlag für die Anwendung eines Operationsmikroskops bei den Leistungen nach den Nummern 2195, 2330, 2340, 2360, 2410, 2440, 3020, 3030, 3040, 3045, 3060, 3110, 3120, 3190, 3200, 4090, 4100, 4130, 4133, 9100, 9110, 9120, 9130 und 9170

Punktzahl
1,0
2,3
3,5
400
22,50 €
Abrechenbar:
je Behandlungstag
Leistungsinhalt:
  • Anwendung eines OP-Mikroskops im Zusammenhang nur im Zusammenhang mit den GOZ Gebührenpositionen: 2195, 2330, 2340, 2360, 2410, 2440, 3020, 3030, 3040, 3045, 3060, 3110, 3120, 3190, 3200, 4090, 4100, 4130, 4133, 9100, 9110, 9120, 9130 und 9170
  • Verwendung des Mikroskops zur Diagnostik und Untersuchung, Darstellung von OP-Gebieten, intrakoronaler oder intrakanalärer Darstellung und Diagnostik etc.
  • Diese Leistung beschreibt eine reine Zuschlagsleistung (nur zu 1,0fachen Faktor berechenbar) zu entsprechenden Hauptleistungen und kann nicht einzeln oder mit anderen GOZ-Leistungen berechnet werden.
  • Operationsmikroskopische Untersuchung zur Feststellung intrakoronaler oder intrakanalärer pathologischer Veränderungen während einer Endo-Behandlung kann nur als alleinige Leistung gemäß § 6 Abs. 1 GOZ oder zusätzlich nur mit der Trepanation nach GOZ 2390 analog berechnet werden.
  • Wird das Mikroskop bei der Endo-Behandlung während der Vitex, Med, WK oder WF verwendet, ist nur der Zuschlag nach GOZ 0110 berechenbar.
  • Die Verwendung einer Lupenbrille kann nicht als Zuschlag für diese Gebührenziffer berechnet werden.
  • Mit GKV-Versicherten ist dieser Zuschlag nur möglich, wenn die komplette Endo-Behandlung als Privatbehandlung gemäß § 8 Abs. 7 BMV-Z berechnet wird.
Abrechnungsbestimmungen:

Der Zuschlag nach der Nummer 0110 ist je Behandlungstag nur einmal und nur mit dem einfachen Gebührensatz berechnungsfähig.

  • Bei der Anwendung eines OP-Mikroskops im Zusammenhang mit den aufgeführten konservierenden, endodontischen, chirurgischen, parodontalchirurgischen und implantologischen Leistungen kann ein Zuschlag berechnet werden. Der Zuschlag ist jedoch nur einmal je Behandlungstag und nur neben einer der oben abschließend aufgeführten Leistungen ansatzfähig.
  • Die Anwendung einer Lupenbrille oder eines Endoskops berechtigt nicht zum Ansatz der Nummer 0110.
  • Die Nummer 0110 ist nur berechnungsfähig als Zuschlag zu den in der Leistungsbeschreibung enumerativ abschließend benannten Gebührennummern.
  • Die Leistung ist eine Zuschlagsposition und kann daher nur mit dem einfachen Gebührensatz berechnet werden, es sei denn, der Zuschlag wird nach § 2 Abs. 1 GOZ frei vereinbart.

Schnittstellen zwischen BEMA und GOZ Stand: 01.06.2015

  1. Eine Vereinbarung mit GKV-Versicherten der Nr. 0110 GOZ mit Versicherten der GKV ist neben einer Sachleistung nicht möglich.
  2. Bei der Nummer 0110 GOZ handelt es sich um eine Zuschlagsposition; es wird keine eigenständige Leistung beschrieben. Die Anwendung des OP-Mikroskops bei einer zahnärztlichen Leistung ist untrennbar mit dieser Leistung verbunden. Eine Trennung zwischen vertragszahnärztlicher Leistung und der Verwendung eines OP-Mikroskops ist nicht möglich. Die Anwendung des OP-Mikroskops setzt voraus, dass auch als Hauptleistung eine GOZLeistung vereinbart ist. Der Ansatz der Zuschlagsposition bleibt daher auf die im Leistungstext abschließend aufgezählten Gebührennummern der GOZ beschränkt.

Beschluss Nr. 1:

  1. Der Zuschlag für die Anwendung des Operationsmikroskops ist nur für die in der GOZ-Nr. 0110 abschließend aufgezählten Gebührenpositionen berechnungsfähig. Eine analoge Anwendung dieser Zuschlagsposition oder anderer GOZ-Positionen für die Verwendung des Operationsmikroskops bei anderen als den in GOZ-Nr. 0110 bezeichneten Leistungen kommt nicht in Betracht.
  2. Wird eine nicht zuschlagsfähige Leistung erbracht, die aufgrund von darzulegender Schwierigkeit oder Zeitaufwand den Einsatz des Operationsmikroskops erfordert, kann dies mittels der §§ 5 bzw. 2 GOZ abgebildet werden.

Beschluss Nr. 50:

  1. Die operationsmikroskopische Untersuchung zur Feststellung intrakoronaler oder intrakanalärer pathologischer Veränderungen eines Zahnes ist nur berechnungsfähig als alleinige endodontologische Leistung oder neben der Trepanation nach GOZNr. 2390. Weitere endodontologische Leistungen sind sitzungsgleich nicht berechnungsfähig.
  2. Aus grundsätzlichen Erwägungen empfiehlt die Bundeszahnärztekammer keine konkrete Analoggebühr. Da eine analoge Berechnung von Zuschlägen nicht in Betracht kommt, halten der PKV-Verband und die Beihilfeträger unter Berücksichtigung der Bewertung der einschlägigen Zuschlagsposition nach der GOZ-Nr. 0110 die analoge Berechnung der GOZ-Nr. 2290 (höchstens zum 2,3fachen Faktor) für angemessen.
  3. In den Fällen, in denen trotz der o. g. Veränderungen des Wurzelkanalsystems in gleicher Sitzung eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt wird, ist die Anwendung des OP-Mikroskops in dieser Sitzung mit der Berechnung der GOZ-Nr. 0110 (als Zuschlagsleistung zu den GOZ-Nrn. 2360, 2410 und 2440) abgegolten und darf nicht zusätzlich analog berechnet werden.